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BP schließt 2011 mit Milliardengewinn ab

 London (dpa) - Der britische Ölkonzern BP hat das Jahr 2011 mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Am Jahresende habe ein Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von 23,9 Milliarden US-Dollar (18,18 Mrd Euro) gestanden, teilte BP am Dienstag in London mit.

Im Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar wegen der Ölpest im Golf von Mexiko gemacht. Ende 2011 saß der Ölkonzern auf einem Schuldenberg von 29 Milliarden Dollar.

Im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten 7,6 Milliarden Dollar, nach 4,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Anteilseigner sollen für das vierte Quartal eine Ausschüttung von 8 US-Cent je Aktie erhalten. Ein Jahr zuvor waren es 7 US-Cent je Anteilsschein gewesen.

Quelle: dpa-AFX

Bankenaufsicht EBA: Pläne der Geldhäuser vielversprechend

LONDON (dpa-AFX) - In der Debatte um eine bessere Kapitalausstattung der europäischen Banken hat die Aufsichtsbehörde in London den Geldhäusern ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. “Um es klar zu sagen: Was wir bis jetzt von den Plänen gesehen haben, beruhigt uns”, sagte ein Sprecher der European Banking Authority (EBA) am Dienstag der dpa.

Die überwältigende Mehrheit der Maßnahmen, die in den Plänen dargelegt seien, schienen die Anforderungen der EBA zu erfüllen. Die Behörde sei “vom Willen der Banken beeindruckt”, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. In jedem Fall würden die Pläne dazu beitragen, die Belastbarkeit des europäischen Bankensektors zu stärken. Es sei aber noch zu früh, um abschließende Bewertungen vorzunehmen. Diese werde es erst nach dem Treffen des Aufsichtsgremiums an diesem Mittwoch und Donnerstag geben.

Die deutsche Bankenaufsicht Bafin hatte zuvor schon den deutschen Banken bescheinigt, sie könnten ihre Kapitalpuffer für Krisenzeiten aus eigener Kraft stärken. “Aus den Plänen, die uns die Institute vorgelegt haben, geht hervor, dass es ihnen gelingen sollte, die von der EBA empfohlene Kapitalisierung aus eigener Kraft zu erreichen”, sagte die seit Januar amtierende Präsidentin der Finanzaufsicht, Elke König, am Donnerstagabend in Frankfurt.

Die EBA fordert von Europas Banken bis Ende Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 9,0 Prozent. Beim jüngsten Stresstest im Dezember machten die Aufseher bei sechs deutschen Instituten eine Kapitallücke von insgesamt 13,1 Milliarden Euro aus. Die größte Lücke klafft dabei bei der Commerzbank. Den europäischen Großbanken fehlen insgesamt 115 Milliarden Euro.
Quelle: dpa-AFX

Dax dreht wegen Griechenland-Sorgen ins Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter den anhaltenden Sorgen über eine Lösung der griechischen Schuldenprobleme gelitten. Der Dax drehte nach einem moderat freundlichen Auftakt ins Minus und verlor 0,28 Prozent auf 6746 Punkte.

Zum Wochenauftakt hatte es der Leitindex in einem wechselhaften Verlauf zeitweise auf ein Sechsmonatshoch geschafft, war dann aber mit einem knappen Minus aus dem Handel gegangen. Der MDax gab am Dienstagmorgen um 0,68 Prozent auf 10 304 Punkte nach, der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,37 Prozent auf 767 Punkte ein.

«Die Zitterpartie um Griechenland lähmt die Börsen», hieß es in einem aktuellen Kommentar der Landesbank Baden-Württemberg. Am Nachmittag wollen die griechischen Spitzenpolitiker unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Lucas Papademos entscheiden, ob sie dem harten Sparprogramm zustimmen, damit das Land das neue Hilfspaket in Höhe von130 Milliarden Euro bekommt.

Gewinnmitnahmen nach überraschend vorgelegten Eckdaten ließen die Aktien der Optikerkette Fielmann um 6,97 Prozent auf 73,91 Euro absacken. Die zuletzt gut gelaufenen Titel von HHLA verloren 1,50 Prozent, obwohl der Containerboom dem Hamburger Hafenbetreiber im abgelaufenen Jahr einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert hatte.

Quelle: dpa-AFX

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Vergessen Sie “Light”-Produkte!

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KfW: Zuversicht im deutschen Mittelstand steigt

 Frankfurt/Main (dpa) - Allen Konjunktursorgen zum Trotz ist die Zuversicht im deutschen Mittelstand zum Jahresbeginn weiter gestiegen. Das mittelständische Geschäftsklima kletterte im Januar zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat.

Das sei normalerweise ein Signal für eine Wende zum konjunkturell Besseren, teilte die KfW Bankengruppe in Frankfurt bei der Vorlage des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers Januar mit. «Die Zuversicht im Mittelstand zu Jahresbeginn ist aus konjunktureller Sicht ermutigend und bestätigt uns in unserer im Vergleich zu anderen Instituten merklich optimistischeren Konjunkturprognose für 2012», sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch: «Wir halten einen BIP-Zuwachs von 1 Prozent in diesem Jahr weiterhin für wahrscheinlich.» Die KfW erwarte nach einem relativ schwachen Winterhalbjahr eine deutliche Erholung ab dem Frühjahr.

Die Bundesregierung sagt bisher ein Plus der Wirtschaftsleistung von 0,7 Prozent voraus, die Deutsche Bundesbank von 0,6 Prozent. Andere Ökonomen rechnen mit weniger Wachstum.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler verbesserten sich trotz der noch immer ungelösten Schuldenkrise und der Warnungen vor einer globalen Konjunkturflaute deutlich, berichtete die staatseigene Förderbank. Sie liegen nun wieder im Plus, nachdem sie zwischen September und Dezember leicht unter die Nulllinie und damit unter den langfristigen Durchschnitt gefallen waren.

«Die kräftige Stimmungsverbesserung in der exportorientierten Industrie ist ein klares Indiz, dass auch die Weltwirtschaft in diesem Jahr nicht ins Bodenlose fallen wird», betonte Irsch. Möglicherweise rappele sich die Weltwirtschaft nach ihrer Schwächephase sogar bereits allmählich wieder auf. In der Realwirtschaft seien die Voraussetzungen dafür jedenfalls gut.

Für eine Entwarnung sei es allerdings zu früh. Solange die Schuldenkrise und damit die Unsicherheiten nicht eingedämmt seien, müsse man jederzeit mit abrupten Vertrauensverlusten und neuerlichen Verwerfungen an den Finanz- und Kreditmärkten rechnen. Damit seien auch herbe konjunkturelle Rückschläge möglich.

Ausführliche Studie zum Download

Quelle: dpa-AFX

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Athen ringt unter enormem Druck um Sparprogramm

Athen (dpa) - Die griechische Regierung steht unter enormem Druck: Will sie die Pleite noch abwenden und neue Hilfen erhalten, muss es weitere Einsparungen geben und eine Einigung mit den privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt. Eine Verhandlungsrunde jagt die nächste.

Die Beratungen der Regierung mit den Chefs der Parteien über die Rettung des vom Staatsbankrott bedrohten Euro-Landes sollen heute fortgesetzt werden. Wie das Büro von Ministerpräsident Lucas Papademos mitteilte, war eine Verhandlungsrunde am Sonntagabend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Noch in der Nacht zum Montag sollten die Verhandlungen mit der sogenannten «Troika», den Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB), weitergehen. Auch die Beratungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt dauerten an.

Endgültige Entscheidungen wollten die Parteiführer am Montag treffen, hieß in einer Erklärung, die der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Am Sonntag hätten sich die Parteivorsitzenden lediglich darauf verständigt, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Landes mit Maßnahmen zu verbessern, die auch Lohnkürzungen beinhalten könnten. Damit käme Athen nach Einschätzung von Beobachtern den Forderungen der Geldgeber «einen Schritt näher».

Zudem sei Athen bereit den Staat um 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes 2012 zu verschlanken. Weiter sollen Maßnahmen zur Rettung der Banken und Rentenkassen Griechenlands nach einem Schuldenschnitt getroffen werden. Zahlen und konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht genannt.

Die Stimmung der Parteiführer war nach Ende der Sitzung schlecht: «Das Land kann sie (die Maßnahmen) nicht ertragen. Ich kämpfe mit jedem Mittel, um sie abzuwenden», sagte der Präsident der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, nach der fast vierstündigen Sitzung mit dem griechischen Regierungschef im Fernsehen. Giorgos Karatzaferis, der Präsident der kleinen rechtsgerichteten Partei (LAOS), die die Regierung des Finanzexperten Papademos unterstützt, warnte vor einer «Verelendung» der Griechen und einer «Revolution» in der Gesellschaft.

Die Sozialisten und ihr Chef Giorgos Papandreou, der das Land bis vergangenen November regierte, wollten am Montagvormittag bei einer Sondersitzung ihres Parlamentsausschusses entscheiden, ob sie den neuen Maßnahmen zustimmen. Noch in der Nacht zum Montag sollte der Politische Rat der Sozialisten tagen.

Beobachter sprachen von einer Zwickmühle: Einerseits können die griechischen Parteien zu den Sparplänen kaum Nein sagen, weil dies den Bankrott des Landes bedeuten würde. Andererseits wollten sie sich vor möglicherweise anstehenden Neuwahlen positionieren, die erwartet werden, wenn Griechenland mit neuen Finanzhilfen einem wirtschaftlichen Zusammenbruch entgehen kann.

Im Mittelpunkt der Parteiengespräche standen die von den internationalen Geldgebern Griechenlands geforderten zusätzlichen Sparanstrengungen. Knackpunkt in den Gesprächen mit den Chefs der Sozialisten, Konservativen und der LAOS-Partei sind die von der «Troika» verlangten Lohnkürzungen auch im privaten Sektor, die bis zu 25 Prozent weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten könnten. Außerdem sollen 15 000 Staatsbedienstete bis Juni gehen.

Insgesamt fordert die «Troika» die Entlassung von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015. Zudem sollen zahlreiche Renten gekürzt werden. Papademos braucht innenpolitische Unterstützung für eine Einigung - andernfalls droht im März die Staatspleite, wenn EU, IWF und EZB einem weiteren Rettungspaket im Volumen von mindestens 130 Milliarden Euro für Athen nicht zustimmen.

Parallel wurden am späten Sonntagabend in Athen erneut Verhandlungen mit dem Internationalen Bankenverband über einen Schuldenschnitt aufgenommen. Angepeilt wird ein freiwilliger Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro. Die Verhandlungen mit den Banken verliefen nach Informationen aus höchsten Stellen des Finanzministeriums «sehr gut» - «viel besser und leichter als mit der Troika», sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Quelle: dpa-AFX

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Verhandlungen in Athen: «Stunde der Wahrheit»

 Athen (dpa) - In Griechenland gehen die seit Wochen andauernden Gespräche über einen Schuldenschnitt und weitere Milliardenhilfen der internationalen Kreditgeber weiter.

Finanzministers Evangelos Venizelos verhandelte bis in die frühen Morgenstunden mit Experten der sogenannten Troika aus Vertretern der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB). «Nach zwölf Stunden kontinuierlicher und harter Verhandlungen kann ich sagen, dass wir viele Themen gelöst haben», sagte der Minister am Samstagmorgen. Es gebe aber einige kritische Themen, die noch nicht gelöst seien. Venizelos sprach von der «Stunde der Wahrheit».

Wie Venizelos weiter mitteilte, werde es eine Telekonferenz der Eurogruppe am Samstagnachmittag geben. Dabei wird er nach Informationen aus Kreisen des Finanzministerium in Athen seine Amtskollegen der Eurogruppe über den Werdegang der Verhandlungen mit der Troika informieren.

Am Samstagnachmittag sollte es auch ein Treffen des griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos mit den Vorsitzenden der Parteien geben, die seine Regierung unterstützen - Sozialisten, Konservative und eine kleine rechtsgerichtete Partei. Dabei sollen weitere harte Sparmaßnahmen beschlossen werden, die hauptsächlich den privaten Sektor betreffen. Die Einschnitte sollen nach Schätzungen der Gewerkschaften bis zu 25 Prozent weniger Lohn mit sich bringen. Zudem sollen bis 2015 etwa 150 000 Staatsbedienstete entlassen werden.

Auch der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, wird am Samstag in Athen erwartet. Am Abend sollte er sich mit Papademos treffen. Eine Einigung auf einen freiwilligen Schuldenschnitt mit den privaten Gläubigern, darunter Banken und Hedge-Fonds, ist auch Voraussetzung für weitere Hilfen der Troika. Parallel war eine Debatte über eine mögliche Beteiligung der EZB entfacht, die Schätzungen zufolge der größte Gläubiger Athens ist. Nach einem Bericht der griechische Zeitung «Ta Nea» könnte das Volumen des Schuldenschnitts unter anderem mit EZB-Beteiligung von 100 auf 170 Milliarden Euro ausgeweitet werden. Dies wollte das Finanzministerium in Athen am Samstag nicht kommentieren.

Quelle: dpa-AFX

Wirtschaft: Energiewende könnte Jobs kosten

 Berlin (dpa) - Die Wirtschaft warnt vor einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen durch die geplante Energiewende. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, nannte im «Focus» zur Begründung die hohen Stromkosten, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit mindern.

Trotz staatlicher Ausnahmeregeln beim Strompreis zahle die deutsche Industrie mit die höchsten Strompreise in Europa. Diese enormen Kostenunterschiede führten dazu, dass in Deutschland Arbeitsplätze verschwinden. «Deshalb ist es fahrlässig zu behaupten, dass die Energiewende allenfalls ein paar alten Industrien die Existenz kosten werde.»

Als Beispiel nannte Keitel Edelstahl aus Deutschland, der «bei den Energiepreisen auch mittelfristig nicht mehr konkurrenzfähig ist». So koste dem Konzern ThyssenKrupp die Megawattstunde Strom am Standort Krefeld rund 80 Euro, in Italien nur 60 Euro und in den USA nur 40 Euro.

«Wir sehen in der Industrie in der Energiewende große Chancen und wollen sie mit aller Entschlossenheit ergreifen», versicherte Keitel. Jedoch gehöre dazu auch die Diskussion über die Kosten-Gefahren. «Und ich wäre dankbar, wenn die Bundesregierung unsere Sorgen ernst nehmen würde.» Gefährlich sei zudem, dass die Politik dem Irrglauben anhänge, man könne eine Energiewende politisch bewirken. «Die Umsetzung muss in der Wirtschaft passieren, bei den Unternehmen, die investieren.»

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der schwarz-gelben Bundesregierung erneut Versagen in der Energiepolitik vor. «Die Energiewende fährt gerade mit Hochgeschwindigkeit vor die Wand», sagte er dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstag). Deutschland habe keine Planung für Stromspeicher, der Netzausbau gehe nicht voran, für die Energieeffizienz werde nichts getan. «Energiepolitisch ist die Merkel-Regierung eine Tu-Nix-Koalition», sagte Gabriel. «Nichts von dem, was Deutschland braucht, um den Atomausstieg hinzubekommen, wird umgesetzt.»

Der SPD-Chef warf Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vor, sich täglich gegenseitig lahm zu legen. «Deutschland braucht ein Energie-Ministerium.»